Salzgitter
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Lassen Sie sich nicht K.O. tropfen

09.06.2016

Bernd Koltrowitz übergibt Boris und Marco Pientka (v.l.n.r.) vom Getränkehandel Pientka die ersten Präventions-Bierdeckel. Foto: Markus Müller

„Wir haben von der bundesweiten Aktion des WEISSEN RINGS erfahren und wollen uns mit unseren Getränke-Ständen auf dem Altstadtfest gerne daran beteiligen“, so Boris Pientka. Und sein Bruder Marco ergänzt: „Wir achten zwar bereits auf abgestellte Becher an unseren Verkaufswagen, können unseren Kunden die Eigenverantwortung aber nicht ganz abnehmen“. Und so wandten sie sich an die WR-Außenstelle Salzgitter, die ihnen Präventions-Bierdeckel zur Verfügung stellt.„Beim Fasching in Mainz geht Nina F. nur kurz zur Garderobe und lässt ihr Cola-Glas dabei auf dem Tresen stehen. Später wacht sie im Stadtpark auf, kann sich an nichts mehr erinnern, hat Kopf- und Unterleibsschmerzen“, so Bernd Koltrowitz, in der Außenstelle Salzgitter des WEISSEN RINGS für Prävention zuständig. Und weiter: „Ninas Schwester hat einen bösen Verdacht. Dieser bestätigt sich später bei der rechtsmedizinischen Untersuchung. Nina ist missbraucht worden“. Nicht etwa, dass so etwas nach Kenntnis der WR-Außenstelle bislang bereits auf dem Altstadtfest vorgekommen wäre, aber die Gefahr der Verabreichung sogenannter K.O.-Tropfen besteht immer. Mit seinen Bierdeckeln will der WEISSE RING daher vorsorglich sensibilisieren: Getränke von der Bedienung selbst annehmen und nicht unbeaufsichtigt lassen. Bei plötzlicher Übelkeit oder Unwohlsein Freunde oder Bedienung ansprechen und nicht mit Fremden gehen. Im Zweifel den Rettungsdienst (112) anrufen. Auf Freunde achten, die zu viel getrunken haben und bei Verdacht auf K.O.-Tropfengabe sich schnellstmöglich ärztlich untersuchen zu lassen und sofort Anzeige bei der Polizei zu erstatten! Schon nach wenigen Stunden sind die Substanzen nämlich nicht mehr nachweisbar und jegliche Erinnerung fehlt.