Salzgitter
Menü

Kostüme, Konfetti und K.-O.-Tropfen

Warnung vor unsichtbaren Gefahren

„Von mehr als 100 Substanzen ist bekannt, dass sie als sogenannte K.-o.-Tropfen einsetzbar sind“, so Markus Müller, Leiter der Außenstelle Salzgitter des WEISSEN RINGS, und weiter: „Sie sind zumeist geruchsneutral und farblos; schmecken kann man sie auch nicht“. - Doch wer sie konsumiert, erleidet innerhalb kürzester Zeit einen Blackout, wird willens- und wehrlos – und so zur leichten Beute von Kriminellen Die Täter verabreichen sie ihren Opfern, um sie zu bestehlen oder sexuell zu missbrauchen.

Damit auf den Rausch kein böses Erwachen folgt warnt der WEISSE RING zum Höhepunkt der Fastnachts-, Karnevals- und Faschingszeit 2019 vor K.-o.-Tropfen und ihren Folgeerscheinungen. Opfer werden kann prinzipiell jeder und überall, auf der Straße, im Club, bei einer Privatparty oder als Zaungast eines närrischen Umzugs. Und gerade das ausgelassene karnevalistische Treiben und damit verbundene alkoholbedingte Enthemmungen schaffen günstige Gelegenheiten für potenzielle Täter, die Substanzen unbemerkt ins Glas oder in die Flasche träufeln zu können.

Archivfoto Markus Müller: Bernd Koltrowitz (WR) händigt Boris und Marco Pientka (v.l.n.r.) Bierdeckel für ihren Getränkestand aus.

Symptome können bereits nach 15 Minuten auftreten und bis zu vier Stunden andauern. Betroffene erleiden oftmals einen sogenannten Blackout, also einen völligen Erinnerungsverlust. Weitere Symptome sind körperliche Lähmungserscheinungen, die auch bei vollem Bewusstsein auftreten können. Die Wirkung ist bei jeder Person anders und hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.  Der Mischkonsum von K.-o.-Tropfen mit Alkohol oder anderen Drogen zum Beispiel kann zu einer Atemlähmung führen und tödlich sein.

Der WEISSE RING rät dazu, im närrischen Trubel das eigene Getränk – und im Bestfall auch die Getränke des Umfelds - nie aus den Augen zu verlieren und es gegebenenfalls unausgetrunken stehen zu lassen! Auch sollten keine offenen Getränke von Unbekannten angenommen werden. Bei Verdacht auf K.-o.-Tropfen sollte man sofort Freunde, Bekannte oder das Personal von Kneipen und Clubs um Hilfe bitten. Wer das Gefühl hat, dass ihm K.o.-Tropfen verabreicht wurden, sollte keinesfalls allein die Party verlassen - Täter schlagen gerade dann zu, wenn die Opfer allein und bewusstlos sind. Betroffenen wird dringend geraten, umgehend eine Notfallambulanz oder einen Arzt aufsuchen, um sich möglichst schnell Blut- und/oder Urin für eine zeitnahe Analyse abnehmen zu lassen. Denn im Blut oder im Urin sind K.-o.-Tropfen nur etwa sechs bis zwölf Stunden nachweisbar.

Wer als Veranstalter seine Gäste durch gezielte Information schützen möchte, der kann unter der E-Mailadresse weisser-ring.salzgitter@t-onlinie.de kostenlos einige Bierdeckel mit dem Aufdruck „Ich lass mich nicht K.O. tropfen!“ und Tipps auf der Rückseite bestellen.